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MANITOUR 2007 – die Ferraris unter den Flurförderzeugen machen Station in Deutschland
Über dem Gelände hängt der Klang röhrender Motoren und der Geruch von Rennbenzin. Doch die Hauptdarsteller der MANITOUR 2007 sind zwar feuerrot, bewegen sich aber keineswegs im Renntempo fort. Des Rätsels Lösung: MANITOU hat sich für den Mega-Event am 18. Oktober 2007 einen ganz besonderen Ort ausgesucht: den Nürburgring, Deutschlands geschichtsträchtigste Rennstrecke.
Nach dem Start im französischen Reims am 9. Oktober war dies die dritte – und einzige deutsche – Station der 7000 Kilometer langen MANITOUR, die zum zweiten Mal nach 2005 stattfand. Sie umfasst 14 Standorte, darunter auch zwei in Spanien, und endet am 22. November in Rouen. 12 Trucks befördern die 14 MANITOU Maschinen durch Europa, vor Ort sind jeweils rund 45 Personen mit der Organisation beschäftigt. Am Tourende werden über 3000 Besucher das anspruchsvolle Programm, das unter dem Motto „100 % Bau“ eine gute Übersicht über die MANITOU Produktpalette bot, gesehen haben.
Auch im MANITOUR-Dorf am Rande des Eifel-Kurses konnte man sich über mangelndes Interesse nicht beklagen. Trotz des teilweise widrigen Wetters waren 250 neugierige Gäste aus der Baubranche und Stützpunkthändler gekommen, um sich ausgiebig über Neuheiten und Highlights rund um die „Formel M“ zu informieren. Sie sollten es nicht bereuen, denn bei MANITOU hatte man keine Kosten und Mühen gescheut, um diesen Tag zu einem ganz besonderen werden zu lassen.
Das begann bei den zahlreichen Innovationen im Flurförderbereich und hörte mit den teilweise sehr aufregenden Live-Demonstrationen noch lange nicht auf. Doch der Reihe nach. Nach der offiziellen Eröffnung des MANITOU-Dorfes durch Vertriebsleiter Dieter Finke unternahmen die Gäste eine erste Besichtigung des Fahrerlagers, pardon: Maschinenparks. Dabei konnten sie schon mal einige Highlights in Aktion entdecken. Zum Beispiel die MANIACCESS Arbeitsbühnen 150 TP und 180 ATJ, die jede für sich Maßstäbe auf ihrem Gebiet setzen. Die 150 TP ist die dynamische, ein Zwitter aus Schere und Telestapler, der mit hoher Tragkraft von 1.000 kg (fünf Personen) glänzt und durch seine Geländegängigkeit und speziellen Stabilisatoren vor allem für Hanglagen optimal einsetzbar ist. Allradantrieb hat die 180 ATJ Arbeitsbühne auch, ihr Spezialgebiet ist aber die Statik. Sie ermöglicht 18 m Arbeitshöhe, bietet drei Personen Platz und ist in nur 40 Sekunden ausgefahren.
Ein paar Schritte weiter gab es einen weiteren Höhepunkt des MANITOU Produktprogramms zu sehen – die neue Serie „PRIVILEGE“, die mit einem komplett neuen Kabinendesign und einer innovativen Joysticksteuerung aufwartet. Hier wie dort haben die MANITOU-Ingenieure größten Wert auf Komfort und Ergonomie gelegt. So bietet die Kabine ein fahrerorientiertes Cockpit mit verstellbarer Lenksäule und hervorragender 360° Rundumsicht. Der neue, ergonomische Joystick „Switch & Move“ liegt außerordentlich gut in der Hand und ermöglicht die proportionale Steuerung aller Funktionen. Mit nur einer Hand lassen sich Arbeiten wie Platzieren (Heben und Ausfahren) und Laden (Heben und Ankippen) ausführen. Mit dem rechts platzierten Joystick wird auch die Fahrtrichtung gewählt, so dass die linke Hand stets am Lenkrad bleiben kann. Ein wichtiger Sicherheitsaspekt.
Die Runde durchs MANITOU-Dorf hatte so manchen hungrig gemacht. Doch bevor man sich zum Mittagsessen zusammensetzte, richtete MANITOU Deutschland Geschäftsführer Thierry Blanck das Wort an die Gäste. In seiner Rede erläuterte er das Konzept der MANITOUR – eine ganz besondere Art der Präsentation, die bewusst anders als die für Kunden oft stressigen Messebesuche angelegt ist. Mit der MANITOUR, so Thierry Blanck, wolle man dem Kunden Gelegenheit geben, sich in aller Ruhe in einem angenehmen, entspannten Ambiente zu informieren und sich mit MANITOU-Vertretern zu unterhalten. Kundennähe sei für das Unternehmen enorm wichtig.
Der Nachmittag brachte für viele Besucher den Höhepunkt der Tour: Sie konnten das Flaggschiff der PRIVILEGE-Serie, den brandneuen MRT 3050 in Aktion erleben. Es war schon beeindruckend, diesen „Hochleistungssportler“ zu beobachten, wie er seine Gabelzinken auf 30 Meter Hubhöhe streckte. Dabei erfuhren die staunenden Gäste, dass der MRT 3050 eine maximale frontale Reichweite von 25 m bietet, extrem vielseitig einsetzbar – und äußerst komfortabel ist. Dafür sorgt sowohl die elektrisch gesteuerte hydropneumatische Federung des Rahmens als auch der bullige 6,6 Liter Diesel, der mit einem unglaublichen Drehmoment von 932 Nm aus dem Vollen schöpft.
Wer bei so vielen Superlativen gerne einmal selbst auf die Tube drücken wollte, der konnte sich mit feuerroten Cross-Buggys auf einem spektakulären Rundkurs austoben. Rot war auch das Quad, dessen Verlosung ein weiteres Highlight der MANITOUR darstellte. Man muss bedenken, dass die Gewinnchance bei rund 250 Gästen recht groß war! Trotzdem wusste der glückliche Gewinner zunächst nicht wie ihm geschah, als Dieter Finke ihm die Schlüssel in die Hand drückte.
So waren am Abend nur rundum zufriedene Gesichter zu erblicken. Die Gäste hatten einen informativen wie aufregenden Tag – und die MANITOU-Mannschaft freute sich über das große Interesse. Schließlich hatten sich „ihre“ Geräte durch Leistung einmal mehr als die „Ferraris unter den Flurförderzeugen“ erwiesen.